Roggenburger Klosterbier
Klostergasthof mit HotelGastronomieRoggenburger Klosterbier

Roggenburger Klosterbier

 
Historie

1126 wurde das Kloster Roggenburg von Ursberg aus gegründet. Zunächst am Fuße des Berges, kurz darauf erfolgt die Ansiedlung auf der Höhe an der heutigen Stelle. 1444 erfolgte die Erhebung zur Abtei, 1544 zur Reichsabtei. 1802 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgehoben.

1986 nahm der Prämonstratenser Orden das klösterliche Leben wieder auf und errichtete das heutige Prämonstratenser-Priorat Kloster Roggenburg. Seitdem bemüht sich der Orden um die Sanierung und Erhaltung der Gebäude und belebt diese durch Pfarrseelsorge, durch das Bildungszentrum und mit einer Klostergastronomie.

Schon im Mittelalter wurde wohl in Roggenburg ein Klosterbier gebraut. Im Grundbuch hat das Kloster eine „radizierte Brauereigerechtigkeit“ auf den ehemaligen westlichen Wirtschaftsgebäuden - im heutigen Haus für Kunst und Kulur eingetragen. In diesen waren ursprünglich die Metzgerei, Schreinerei, Bäckerei und die Brauerei untergebracht. 1768/1769 ließ Abt Georg Lienhardt das Brauereigebäude vollständig neu umbauen und ausstatten und baute das Sudhaus als Eckrisalit an das bestehende Brauereigebäude an.  (Die Jahresangabe findet sich auch im Dachstuhl des Sudhauses und auf der Einweichwanne für Gerste, die in diesem Gebäudeteil gestanden hat.) 1768 wird im Eckpavillon des Gebäudes angegeben, dass es als Brauerei mit Sudhaus und Sudpfanne genutzt wurde. Angeschlossen daran war die Malzdarre. Ein weit verzweigtes Kellersystem erinnert noch an die Brauereinutzung als Gär-, Lager- und Eiskeller.

Roggenburg war seit 1544 als Reichsstift ein eigenständiger Staat und der Reichsabt hatte das Recht, Rechte/„Gerechtigkeiten“ zu vergeben z.B. die Braurechte in Biberach. Die Kanzlei des Reichsstiftes in Roggenburg stellte dafür auch Schriftstücke (Urkunden) aus. Das Klosterbrauhaus Roggenburg war wie seinerzeit üblich eine Hausbrauerei zu Versorgung mit Bier für die Patres und Fratres, aller Angestellten, Knechte und Mägde auf dem Klostergelände. Ebenso für das Roggenburger Militär, das in der Kaserne vor dem Kloster Wache hielt, sowie für die Taverne (öffentliches Gasthaus für Durchreisende und Dorfbewohner) vor dem Kloster Roggenburg, heutige „Roggenschenke“ der Familie Blum, und für die Klostermühle am Roggenburger Weiher. Zudem hatte jedes Dorf seine eigene Brauerei, welche heute noch als Kleinbrauereien in Meßhofen und Biberach bestehen. Auch in Schießen neben der Pfarrkirche existierte das „Bräuhaus“ - heut im Besitz der Familie Weithmann und in Instetten das Wirtshaus in der Dorfmitte, die früher selbst Bier brauten.

Leider konnte über die Jahre hinweg das Brauhaus Roggenburg nicht erhalten werden. Daher wurde nun mit der seit 1844 bestehenden Brauerei Biberach eine neue Kooperation geschlossen. Auch hier besteht eine besondere Verbindung. Aus der Chronik der Brauerei Biberach ist zu entnehmen, dass der Oberamtmann des Reichsstiftes Roggenburg, Andreas Felbinger, in Biberach im ehemaligen Amtshaus des Klosters Rogggenburg eine Brauerei eingerichtet hat. Zitat: „Als Oberamtmann des Klosters Roggenburg was er sicher auch befugt die Brauerei mit Braupersonal aus der Klosterbrauerei zu betreiben."

Die Brauerei Biberach hat nach Felbinger den Besitz zig-mal gewechselt, bis dann 1844 der Ur-Ur-Großvater des heutigen Besitzers Richard Schmid - Moritz Schmid aus Rieden/Kötz - den Betrieb kaufte und die Brauerei weiter betrieb. Seither ist sie im Besitz der Familie Schmid.
 

 
Herstellung

Die Herstellung des Roggenburger Klosterbiers erfolgt nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516. Alle Zutaten zum Roggenburger Klosterbier stammen aus der Region. Der erste Sud wurde Anfang Januar 2017 begonnen. Roggenburger Wasser, helles Gerstenbraumalz, Röstmalz mit Hallertauer und Tettnanger Hopfen verbinden sich zum neuen Chorherren-Hell.
 

 
Vertrieb -Verkauf

Ab dem 25. März 2017 kann im Klostergasthof Roggenburg das neue Klosterbier vom Fass getrunken werden und ab Mitte April 2017 - zu Ostern - ist das exklusiv gebraute Roggenburger Klosterbier in 0,5 Liter Flaschen im Klosterladen erhältlich.
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